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Berechtigungskonzept – Einleitung


Neben der Verwendung der neuesten Verschlüsselungstechniken und einem damit verbundenen deutlich höheren Sicherheitsstandard unterscheidet sich das beA auch durch ein detailliertes Rechteverwaltungssystem bezüglich der persönlichen Postfächer von der herkömmlichen E-Mail. Im beA kann die Arbeitsteilung innerhalb der Kanzlei eins zu eins abgebildet werden - nicht nur der Besitzer hat Zugriff auf sein Postfach, sondern auch Mitarbeitern und Kollegen können bestimmte Befugnisse am jeweiligen beA eingeräumt werden. Wer dabei was darf, bestimmt der Postfachinhaber. Innerhalb der Rechteverwaltung im beA wird der Begriff Mitarbeiter dabei sowohl für den juristischen Mitarbeiter, der über ein eigenes beA-Postfach verfügt (i.e. der Rechtsanwalt), als auch für sonstige Mitarbeiter (ohne eigenes beA-Postfach) benutzt.

Es gibt einen Katalog von Rechten, die einzeln vergeben werden können. Herr der Rechte ist zunächst allein der Postfachinhaber selbst, er kann die Vergabe von Rechten aber auch an Mitarbeiter oder Kollegen delegieren. Die übertragenen Befugnisse kann der Postfachinhaber jederzeit wieder entziehen. 

Der Postfachinhaber kann Mitarbeitern verschiedene Zugriffsrechte einräumen, es kann dabei beispielsweise lediglich der bloße Überblick über den Posteingang, das Lesen von Nachrichten oder auch das eigenständige Versenden von Nachrichten erlaubt werden. Das Berechtigungskonzept folgt also einem hierarchischen Aufbau.

Mit Ausnahme des Signierens einer Nachricht oder eines Dokuments im Anhang zu einer Nachricht können alle Tätigkeiten am Postfach, die auch der Postfachinhaber selbst durchführen kann, auf nicht juristische Mitarbeiter delegiert werden. Da das elektronische Signieren der eigenhändigen Unterschrift entspricht, kann dies nur durch einen Rechtsanwalt - den Postfachinhaber oder einen Vertreter – durchgeführt werden. 

Für Abwesenheiten oder wenn in der Kanzlei ein Mehr-Augen-Prinzip beim Posteingang gilt, können einem oder mehreren Kollegen ebenfalls Befugnisse eingeräumt werden. Der Katalog der Rechte, die Mitarbeitern übertragen werden können, gilt also auch für Kolleginnen und Kollegen. Darüber hinaus kann ihnen auch die Möglichkeit eingeräumt werden, Nachrichten oder Dokumente - beispielsweise ein Empfangsbekenntnis elektronisch zu signieren. Die qualifizierte elektronische Signatur wird dann mit der Signaturkarte des Vertreters erstellt. 

Zu den Rechten bezüglich der persönlichen Postfächer kommen in der beA-Anwendung noch die Rechte hinzu, die der Verwaltung und Pflege der Organisationspostfächer dienen. Als Organisationspostfächer werden diejenigen Postfächer bezeichnet, die ein Postfach einer Organisation repräsentieren. Diese werden im Anschluss an die folgende Darstellung der Rechte bezüglich der persönlichen Postfächer beschrieben.

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2.1